Liebe Mitglieder,
wie bereits angekündigt, feiern wir am Samstag, den 17. Oktober 2026, ab 14:00 Uhr am Leonardo-Campus 18 in Münster das 30-jährige Jubiläum des WINet. Höchste Zeit also für den zweiten Blick hinter die Kulissen unseres Programms.
Wer in Münster Wirtschaftsinformatik studiert hat, kommt an einem Namen nicht vorbei: Jörg Becker. Seit April 1990 Professor am Institut, von Oktober 1994 an ganze 30 Jahre dessen Geschäftsführender Direktor und seit 2004 zudem Akademischer Direktor des European Research Center for Information Systems (ERCIS). Daneben hatte er zahlreiche weitere Ämter inne, manche auf Zeit, manche gefühlt für die Ewigkeit, und gründete bereits 1999 sein eigenes Unternehmen.
Generationen von Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatikern sind ihm in Vorlesungen, Seminaren oder Prüfungen begegnet. Wer das Studium absolviert hat, erinnert sich vermutlich an Themen wie Prozessmanagement, E-Government, Informationsmodellierung, Handelsinformationssysteme oder Hybride Wertschöpfung. Und natürlich an das legendäre Handels-H, jenes Architekturmodell, das viele von uns mehr beschäftigt hat als so manche Klausur. Wer zum Jubiläum kommt, wird Gelegenheit haben, diese Erinnerung noch einmal aufzufrischen.
Auch wissenschaftlich hat Jörg Becker deutliche Spuren hinterlassen. Viele seiner ehemaligen Doktorandinnen und Doktoranden sowie wissenschaftlichen Mitarbeitenden sind heute selbst Professorinnen und Professoren – nicht nur in Deutschland. Nicht wenige können mit Stolz sagen, an einem seiner Standardwerke mitgewirkt zu haben. Stellvertretend seien „Handelsinformationssysteme“ (mit Reinhard Schütte), „Prozessmanagement“ (mit Martin Kugeler und Michael Rosemann) sowie die „Grundsätze ordnungsmäßiger Modellierung“ (die GOM) (mit Wolfgang Probandt und Oliver Vering) genannt.
Offiziell ist Jörg Becker inzwischen Seniorprofessor. Wer allerdings seine Abschiedsvorlesung – oder besser: seine Abschiedsparty – erlebt hat, ahnte schon damals, dass dies wohl eher ein Rollenwechsel als ein Ruhestand werden würde. Manche verlassen das Schlachtfeld eben nicht – sie wechseln lediglich den Aussichtspunkt.
Umso mehr freuen wir uns, dass Jörg Becker unser Jubiläum mit einem Beitrag bereichert. Kaum jemand kann die Geschichte des Instituts so umfassend erzählen wie er, mit den passenden Anekdoten, den prägenden Entwicklungen und vielleicht auch der einen oder anderen Geschichte, die bislang nur hinter den Institutsmauern bekannt war.
Fortsetzung folgt …
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